letzte Änderung: 04.01.2019 18:16:54
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Unsere Exkursion 2018 führte uns nach

Oberösterreich

Geologie:
Das heurige Exkursionsgebiet liegt ausschließlich in den Nördlichen Kalkalpen. Diese wurden – ganz simpel erläutert – im Zuge von Krustenbewegungen in der Trias- und Jurazeit aus der Position südlich der heutigen Tauern nach Norden geschoben, gefaltet und dachziegelartig in Schuppen und Decken gestapelt (u.a. Dachstein Decke, Hallstätter Decke)
Der Hallstätter Kalk ist für seinen stellenweise außerordentlichen Reichtum an Fossilien, inbesondere Ammoniten bekannt.
Vor ca. 66 Mio Jahren gab es eine „Umweltkatastrophe“, ein globales Massensterben, ausgelöst durch einen Asteroideneinschlag im Bereich des heutigen Golf von Mexiko, der das Aussterben mancher Tiergruppen zur Folge hatte.
In den in unserem Exkursionsbericht besuchten Gosauschichten kommen an vielen Stellen fossilreiche Kalke und Mergel vor.

Exkursionverlauf:
Am 07.09.trafen sich alle Exkursionsteilnehmer in Gosau in unserem Quartier im Hotel/Restaurant Brandwirt.
Gleich am ersten Tag besuchten wir den Randobach bei Russbach und die Schneckenwand (steht unter Naturschutz und es besteht Sammelverbot) Das Massenvorkommen von Schnecken der Gattung Trochactaeon zählt zu den bedeutendsten Fossilienfundstellen der Alpen. Wir konnten im Randobach einige Fossilien (Korallen) und am Weg zur Schneckenwand einige schöne Hippuriten einsammeln.


Schneckenwand


Als krönender Abschluss dieses Tages zeigte uns Herr Schwaighofer, der unsere Gruppe als Fundstellenkundiger alle Tage begleitete, in seinem Haus der 1000 Steine seine in Jahrzehnten gesammelten, auch lokalen Exponate. Hier konnten wir auch einige schöne Mineralien und Fossilien käuflich erwerben.


Haus der 1000 Steine

Brunnen


Am nächsten Tag ging es, bei herrlichem Wetter, auf die Schreieralm wo die Fundmöglichkeiten nach Ammoniten möglich war.


Fundstelle

Ammoniten


Am Rückweg besuchten wir noch den historischen Schleifsteinabbau (ist auch mit dem Gosauer Bummelzug erreichbar).


Schleifsteinabbau


Die begehrten Sandsteinlager (Schleifsteinlager) liegen unter einer bis 10 Meter starken Mergelschicht und gliedern sich in über 20 verschiedenen Schichten auf, die wiederum zur Körnung und Härtegrad unterschieden und jeweils einer spezifischen Verwendung zugeführt werden.
Der größte gefertigte Schleifstein hatte einen Durchmesser von 2,24 m, eine Stärke von 55 cm und wog 5608 kg.


Schleifsteine


Am letzten Tag unserer Exkursion führte uns Herr Schweighofer noch zu einer Nerinea Fundstelle für bei Abtenau. Die Funde waren hervorragend und ließen die Herzen unserer Teilnehmer höher schlagen.


Nerinea

Nerinea angeschliffen


Da wir noch Zeit hatten zeigte uns Herr Schweighofer noch eine Fundstelle für Hämatit bei Abtenau.


Fundstelle

Hämatit


Bei einem gemütlichen Beisammensein am Abend dieses ereignisreichen Tages ging unsere Exkursion zu Ende.

Ganz herzlich möchten wir uns noch bei Herrn Dr. Sommer für die Organisation und Herrn Schweighofer für die Führung zu den diversen Fundstellen bedanken.