letzte Änderung: 06.11.2018 16:09:31
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Unsere Exkursion 2017 führte uns in die

Steiermark

Am Donnerstag den 31.08.2017 trafen sich 21 Teilnehmer um 14:00 Uhr in Wörschach, im Hotel „Poschenhof“. Da die Wettervorhersagen nicht gerade günstig waren, änderten wir unser Programm und besuchten an diesem sonnigen Nachmittag schnell noch die Fundstellen in Donnersbachwald. Durch Unwetter der letzten Wochen in diesem Gebiet hat der Bach viel brauchbares Material freigelegt, dadurch konnten sehr schöne Funde gemacht werden. In den Granatglimmerschiefern wurden schöne Strahlsteine und bis zu 4 cm große Granat-Kristalle gefunden.


Granat

Strahlstein


Am nächsten Tag war es mit dem Schönwetter vorbei. Trotzdem besuchten wir das Sölker-Marmorwerk in Klein Sölk.

Der Sölker Marmor hat sich durch Metamorphose aus kalkigen Ablagerungen im Urmeer (Tethys) gebildet. Die Ablagerungsschichten wurden in eine Tiefe von ca. 15.000 m gedrückt. Dabei erfolgte eine Metamorphose zu Marmor. Bei der Auffaltung der Alpen vor ca.65 Millionen Jahren gelangten die heute 20 bis 50 m dicken Schichten im Kleinsölktal an die Erdoberfläche. Sein Alter beträgt ca. 380 Millionen Jahre.

Der Sölker Marmor zählt zu den hochwertigsten Marmoren der Welt. Im Zuge einer geführten Befahrung des Bruches mit dem Besitzer, Herrn Scheffer, war uns das Sammeln erlaubt. Auch hier konnten wir sehr schöne Marmorstücke aufsammeln, die sicherlich einige Gärten schmücken werden.


im Marmorabbau

rosa Marmor


Am Nachmittag besuchten wir die Ausstellung „Gott und die Welt, woran glauben wir“ auf Schloss Trautenfels. Die sehr kompetente Führung durch die Ausstellung gab uns recht interessante Einblicke in die verschiedenen Religionen.
Weiters bietet das Schloss Trautenfels noch viele andere interessante Austellungsschwerpunkte z.B. : Holzwirschaft, die Erdgeschichte, Montanwesen in der Obersteiermark etc....

Bei einem guten Abendessen ließen wir den Tag ruhig ausklingen.

Am nächsten Tag fuhren wir trotz Regen nach Rußbach am Paß Gschütt. Prof. F. Seewald führte uns durch das Fossilienkabinett. Anschließend wurden wir von Herrn Lobitzer zur Schneckenwand geführt. Da der Aufschluß unter Schutz gestellt ist gibt es hier keine Suchmöglichkeit. In der Umgebung gibt es Fundmöglichkeiten von Hippuriten und Actionellen.
Als Abschluß zeigte uns am Nachmittag Herr Schwaighofer im Haus der 1000 Steine seine in Jahrzehnten gesammelten, auch lokalen Exponate. Hier konnten wir auch einige schöne Mineralien und Fossilien käuflich erwerben.


Schneckenwand bei Rußbach

Das Haus der 1000 Steine



Unser letzter Fundpunkt am Sonntag war der Fludergraben Marmor bei Altaussee unweit der Blaa-Alm. Dabei handelt es sich um einen blassrötlichen bis tief wein- oder purpurroten Marmor mit bis zu kleinfingerdicken weissen Einsprenglingen von Seelilien-Stielquerschnitten (Crinoiden) die diesem Gestein seinen unverwechselbaren Charakter geben.


am Weg zum alten Marmorabbau

Fludergrabenmarmor mit Crinoiden


Ausklingen ließen wir unsere Exkursion, unsere Teilnehmerzahl hatte sich auf Grund des Dauerregens auf 11 reduziert, in einer kleinen aber feinen Almhütte. Herr Sommer, dem wir für die hervorragende Planung und Durchführung unserer Exkursion ganz herzlich danken, hatte diese Überraschung mit Käse und Schnaps vorbereitet.